Lexikon der Gestalttherapie


Gestalttherapie - Praxisadressen und Informationen

 

Infos zum Lexikon der Gestalttherapie:
________________________

Übersicht
Geleitwort
Vorwort
Stichworte
Autoren
Bestellen


Auswahl der Stichworte online
(z.T.
neu online):
________________________

Achtsamkeit
Adler, Alfred
Aggression
Angst
Assimilation
Awareness
Bedürfnis
Befriedigung
Buber, Martin
Buddhismus
Deflektion
Demut
Erfahrung
Existentialismus
Existenzieller Augenblick
Feldtheorie
Freud, Sigmund
Friedlaender, Salomo
From, Isadore
Gegenwart
Gestaltausbildung
Gestalt-Gruppentherapie
Gestaltkritik
Gestalt-Paartherapie
Gestaltpsychologie
Gestalttechniken
Gestalttherapie
Gewahrsein
Goodman, Paul
Haltung
Hefferline, Ralph
Holismus
Intervention
Introjekt
Introjektion
Jung, Carl Gustav
Konfluenz
Kontakt
Kontaktstörungen
Krankheit
Mittlerer Modus
Moreno, Jakob Levy
Neurose
Paradoxe Theorie der Veränderung
Perls, Fritz
Perls, Laura
Phänomenologie
Polster, Erving und Miriam
Präsenz
Projektion
Rank, Otto
Reich, Wilhelm
Retroflektion
Rogers, Carl. R.
Selbstregulierung
Simkin, James (Jim) S.
Stevens, Barry
Supervision
Therapie-Phasen
Therapieziele
Topdog
Unterstützung
Wachstum
Wahrnehmung
Widerstand
Wirklichkeit
Wohlwollen
Würdigung
 

 

Stichwort: Buber, Martin

Leseprobe in voller Länge aus dem
Lexikon der Gestalttherapie
von
Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa

Lebensdaten: Geboren in Wien 1878, gestorben in Jerusalem 1965. Jüdischer Religions- und Sozialphilosoph. Verstand sich als religiöser Sozialist und Anarchist. Nachdem 1919 bei der Niederschlagung der Münchner Räterepublik sein Freund Gustav Landauer, ein führender Theo­retiker des Anarchismus, erschlagen worden war, gab er dessen Schriften posthum heraus. Er sammelte und interpretierte die Texte der jüdisch-mystischen Tradition des »Chassidismus«. Seit 1938 lehrte er in Jerusalem. Vor und nach der Staatsgründung Israels engagierte er sich politisch für eine friedliche Ko­existenz von Juden und Arabern in einer binationalen Föderation, unterlag aber den Nationalisten beider Seiten. Im Zentrum seiner philosophischen Anstrengungen stand der Dialog zwischen den Menschen und der Dialog zwischen dem Menschen und Gott.

Hauptwerke: Ich u. Du (1923); Die Schrift (verdeutscht mit F. Rosenzweig; 1926-38/1954-62); Pfade in Utopia (1950); Der Jude und sein Judentum (1963).

Bedeutung für die Gestalttherapie: Obwohl Fritz und Laura Perls in den 1920er Jahren nachweislich mit den Ideen und Schriften von Martin Buber (und seines anarchistischen Freundes Gustav Landauer) in Berührung gekommen waren, lässt sich weder in »Das Ich, der Hunger und die Aggression« (1944) noch in »Gestalttherapie« (1951) eine direkte Beeinflussung nachweisen, auch wenn Laura Perls in Interviews der späten 1980er Jahre auf die Bedeutung von Buber hinwies.

(Vielleicht hängt das damit zusammen, dass Laura Perls in den 1920er Jahren bei Buber studiert hatte; vgl. Sreckovic, S. 40f; Lauras Einfluss auf die Entwicklung der Gestalttherapie ist, obwohl bedeutend, indirekt und schwerer fassbar.)

Dennoch ist es konsequent, dass für die nachfolgenden Generationen von Theoretikern der Gestalttherapie wie Gary Yontef, Rich Hycner, Lynn Jacobs, Erving und Miriam Polster sowie Heik Portele und Frank-M. Staemmler die Schriften Bubers so wichtig geworden sind. Die Gestalttherapie forderte eine Authentizität der Beziehung zwischen Thera­peuten und Klienten, die weit über das Arzt-Patienten-Verhältnis hinausweist, das Sigmund Freud, Alfred Adler, C.G. Jung oder Wilhelm Reich vorgelebt hatten.

Da in der Gestalttherapie dem Kontakt die zentrale Bedeutung ­zugesprochen wurde und man alle psychischen Probleme auf Kontaktprobleme zurückführte, musste konsequenterweise für die Therapie der Kontakt zwischen Therapeuten und Klienten der Punkt sein, an dem die Heilung eingeleitet werden kann.

Wenn man sich nach Theorien umschaut, die von der Beziehung zwischen Menschen jenseits von funktionalen soziologischen oder psychologischen Zweckverbindungen handeln, kommt man um Martin Buber und seine Begegnung im »Ich-Du« nicht herum. Man muss sich dabei jedoch immer wieder vor Augen ­halten, dass Buber k­eine psycho­therapeutische Richtung begründen bzw. ihr zuarbeiten wollte. Heute wird Bubers Ich-Du allerdings auch in Kreisen der Gestalttherapeuten meist unpolitisch als »menschliche Haltung« gekennzeichnet – eine Haltung bezogen auf ein persönliches Gegenüber, dem ich als gleichwertig »begegne«, und das ich nicht verdinglicht »behandle« (Ich-Es).

Oder es wird politisch naiv interpretiert: Wenn ich mich ändere, dann hat das eine Wirkung auch auf die Gesellschaft; dann ändert sich auch sie. Das ist ein richtiger erster Schritt. Aber leider auch nicht mehr als ein solcher. Dieser Schritt ist nicht zu verachten, doch allein auch noch nicht ausreichend. Genauso erforderlich ist eine gesellschaftliche Stellungnahme. An einer solchen hat es Buber nicht fehlen lassen.

Das »wesenhafte Wir« (Buber) ist ein politisches Ziel, das konsequent weitergedacht auch eine therapeutische Intervention erfordert: »Eine besondere Beschaffenheit des Wir bekundet sich darin, dass zwischen seinen Gliedern eine wesentliche Beziehung besteht oder zeitweilig entsteht; d.h., dass in dem Wir die ontische [seinsmäßige] Unmittelbarkeit waltet, die die entscheidende Voraussetzung des Ich-Du-Verhältnisses ist. Das Wir schließt das Du potenziell ein. Nur Menschen, die fähig sind, zueinander wahrhaft Du zu sagen, können miteinander wahrhaft Wir sagen« (Buber, Das Problem des Menschen, 1938, S. 115f).

Ein Beispiel für Bubers Verzahnung der Ich-Du-Philosophie mit politischer Stellungnahme: »Du, eingetan in die Schalen, in die dich Gesellschaft, Staat, Kirche, Schule, Wirtschaft, öffentliche Meinung und dein eigner Hochmut gesteckt haben, Mittelbarer unter Mittelbaren, durchbrich deine Schalen, werde unmittelbar, rühre Mensch die Menschen an! […] Entmenget die Menge! Aus Menschen, der ohnmächtigen Verlassenheit preisgegeben, aus ohnmächtiger Verlassenheit zusam­mengeratene Menschen ist das gestaltlose Wesen geworden – löst die Menschen aus ihm, bildet das Gestaltlose zu Gemeinden! Brecht den Vorenthalt, werft euch in die Brandung, reichet und ergreifet die Hände […], entmenget die Menge!« (Martin Buber, Hinweise, 1953, S. 290-293).

Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich Buber mit dem utopisch-anarchistischen Traum von Gemeinschaft beschäftigt, doch zunächst ohne Zusammenhang mit ihrer politischen Verwirklichung. Buber lebte in dieser Zeit eine abgehobene und von den weltlichen Belangen getrennte, ferne »Erlebnismystik«. Er suchte (ekstatische) Zustände der Verzückung auf, um in ihnen zu verweilen.

Dann jedoch »vergegnete« er einem Menschen, der in seiner Not zu ihm gekommen war, auf tragische Weise. Dazu aus dem Absatz mit dem Titel »Eine Bekehrung« aus Bubers »Autobiographischen Fragmenten« (1963, S. 22): »Es ereignete sich […], dass ich einmal, an einem Vormittag nach einem Morgen ›religiöser Begeisterung‹, den Besuch eines unbekannten jungen Menschen empfing, ohne mit der Seele dabei zu sein. Ich ließ es durchaus nicht an einem freundlichen Entgegenkommen fehlen, ich behandelte ihn nicht nachlässiger als alle seine Altersgenossen, die mich um diese Tageszeit wie ein Orakel, das mit sich reden lässt, aufzusuchen pflegten, ich unterhielt mich mit ihm aufmerksam und freimütig – und unterließ nur, die Fragen zu erraten, die er nicht stellte.

Diese Fragen habe ich später, nicht lange darauf, von einem seiner Freunde – er selber lebte schon nicht mehr (er fiel zu Anfang des Ersten Weltkrieges) – ihrem wesentlichen Gehalt nach erfahren, erfahren, dass er nicht beiläufig, sondern schicksalhaft zu mir gekommen war, nicht um Plauderei, sondern um Entscheidung, gerade zu mir, gerade in dieser Stunde. Was erwarten wir, wenn wir verzweifeln und doch noch zu einem Menschen gehen? Wohl eine Gegenwärtigkeit, durch die uns gesagt wird, dass es ihn dennoch gibt, den Sinn. Seither habe ich jenes ›Religiöse‹, das nichts als Ausnahme ist, Herausnahme, Heraustritt, Ekstasis, aufgegeben oder es hat mich aufgegeben. Ich besitze nichts mehr als den Alltag, aus dem ich nie herausgenommen werde. […]

Ich kenne keine Fülle mehr als die jeder sterblichen Stunde an Anspruch und Verantwortung.« Diese »Bekehrung« hatte eine einschneidende Wirkung auf Bubers Biografie. Infolge des zitierten erschütternden Erlebnisses, begann Buber, sich der Realität zuzuwenden. Auf diesem Hintergrund entstand seine dialogische Sichtweise.

Der Kernbegriff von Bubers So­zialutopie ist die »Gemeinschaft«. Man erkennt an dieser Begriffswahl auch den damaligen Zeitgeist: Anfang des 20. Jahrhunderts konnte man noch »Gemeinschaft« sagen, ohne an die nationalsozialistische Verballhornung des Begriffs denken zu müssen. Die Nazis definierten Gemeinschaft als »germanisch« und Gesellschaft als »romanisch«. Ohne hier weiter auf die Begriffsgeschichte einzugehen, sei nur klargestellt, dass Buber (und Landauer) mit einer solchen rassischen Definition nichts gemein hatten. Auf Formulierungen Landauers zurückgehend, meint ­Buber: Eine neue Gesellschaft, »eine neue Kultur, eine neue Totalität der geistigen Welt kann nur entstehen, wenn es wieder wirkliche Gemeinschaft und Gemeinsamkeit, ein wirkliches Miteinander und Ineinanderleben, eine lebendige Unmittelbarkeit zwischen den Menschen gibt« (Martin Buber, Der ­Jude und sein Judentum, 1963, S. 702).

Die Gemeinschaften zeichnen sich nach Buber dadurch aus, dass zwischen den Menschen noch unmittelbare Beziehungen möglich sind. Und aus diesen lebendigen Gemeinschaften soll »das Gemeinwesen als ­­Verband lebenskräftiger, verwirk­lichungs­erfüllter Gemeindezellen« sich bilden. Schließlich soll aus diesen »die Menschheit als ein Verband solcher Gemeinwesen« sich herausbilden:

»Landauers Idee war unsere Idee. Es war die Erkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, Einrichtungen zu ändern, sondern das menschliche Leben, die Beziehungen der Menschen zueinander zu verwandeln. Dass Sozialismus nicht etwas ist, was aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse heraus entsteht, sondern dass Sozialismus etwas ist, was nie kommen wird, wenn es nicht jetzt und von uns getan wird. Das war die Idee Gustav Landauers und das ist unsere Idee. […]

Seien wir, die wir für den Lebenden nicht bereit waren, für den Toten bereit, für seine Lehre: für die Lehre des schöpferischen Sozialismus, die unsere eigene Wahrheit ist, endlich mit ganzer Seele bereit« (Buber, Der heimliche Führer, 1920, S. 36f).

Buber und Landauer stellen sich das sozialistische Gemeinwesen in diesem Sinne als einen »Bund von Bünden« vor. Ihnen geht es um einen »sozialistischen Umbau des Staates zu einer Gemeinschaft von Gemeinschaften« (Buber, Pfade in Utopia, 1950, S. 82). Von daher wird Bubers beharrliches Misstrauen gegenüber Gesellschaftsordnungen und seine Ablehnung von staatlichem Zentralismus verständlich. »Im Staat, selbst in einem demokratischen, gibt es ein Übermaß an Macht« (ebd.,

S. 303). So entsteht in allen Staaten ein »politischer Überschuss«, dessen Gefahren nach Bubers Vorstellungen durch Dezentralisierung abgewehrt werden müssen.

Bubers Sozialphilosophie bildet den Hintergrund für seine dialogische Auffassung, die er seit 1913 entwickelte und die sich in dem Text »Ich und Du« grundlegend findet. Auch in diesem Text von 1923 klingt die politische Dimension seines Ansatzes an – wenn auch, vier Jahre nach Landauers Tod, etwas zurückhaltend: Buber spricht von »Gemeinschaft«, von »Brüderschaft« und »wahrem öffentlichem Leben«.

Erst Ende der 1930er Jahre führt Buber den Begriff des »Wir« in sein Denken ein, und zwar das »wesenhafte Wir«: »Die besondere Beschaffenheit des Wir bekundet sich darin, dass zwischen seinen Gliedern eine wesentliche Beziehung besteht oder zeitweilig entsteht; d.h. dass in dem Wir die ontische Unmittelbarkeit waltet, die die entscheidende Voraussetzung des Ich-Du-Verhältnisses ist. Das Wir schließt das Du potentiell ein. Nur Menschen, die fähig sind, zueinander wahrhaft Du zu sagen, können miteinander wahrhaft Wir sagen« (Buber, Werke I, S. 373f).

Verständlich wird daraus, dass Gesellschaft aus vielen überschaubaren Gemeinschaftszellen entstehen muss, in denen Menschen »Du« und »Wir« sagen können. Neben Indi­vidualismus und Kollektivismus spricht Buber von einer dritten Grundmöglichkeit, der »Sphäre des Zwischen«. Diese ist zwei oder mehreren Wesen gemeinsam, doch greift sie über die Eigenbereiche beider hinaus. Diese Sphäre ist wesenhaft dialogisch. Und sie begründet das »wesenhafte Wir«.

Würdigung: Gestalttherapeuten sollten sich im Klaren sein, dass Therapie immer einen Gesellschafts­bezug hat. Menschen kommen mit Leiden, die in dieser Gesellschaft entstanden sind. Was »krank« und was »gesund« ist, unterliegt den wechselnden gesellschaftlichen Definitionen, die nicht nur am Wohlergehen der Individuen, sondern auch – und oft auch vornehmlich – an Herrschaftsinteressen ausgerichtet sind.

Der Gestalttherapeut bemüht sich um eine dialogische Beziehung mit seinem Klienten. Er geht davon aus, dass seine Seele am besten heilt, wenn wir einander als gleichwertige Partner begegnen und wenn sie sich dabei einander seelisch berühren. Das was letztlich heilend wirkt, ist sogar diese Begegnung. Sie geht tendenziell in die Richtung von Martin Bubers »Ich-Du-Beziehung«.

Die (gestalt-)therapeutische Beziehung geht zwar tendenziell in Bubers Richtung, aber sie kann diese Richtung nicht bis zur letzten Konsequenz einhalten. Die Begegnung von Therapeut und Klient ist eine Begegnung zwischen einem Hilfe­suchenden und einem professionellen Helfer. Diese Begegnung ist für den Hilfesuchenden besser als alle anderen Möglichkeiten in dieser Gesellschaft. Aber es bleibt doch ein Anteil von »instrumenteller« Beziehung: Der Klient ist für den Therapeuten das »Instrument«, den Lebensunterhalt zu verdienen. Der Therapeut ist das »Instrument« für den Klienten, in der Kälte der Welt zurechtzukommen. Letztlich steckt in unserer Begegnung die Utopie, uns eines Tages in einer Gesellschaft begegnen zu können, in der ein solch instrumentelles Verhältnis nicht mehr notwendig sein wird.

Trotzdem muss sich der Gestalttherapeut bewusst machen, dass selbst diese instrumentelle Begegnung (fast) Gleichgestellter in unserer Gesellschaft eher die Ausnahme ist. Dass diese Begegnung fehlt, macht Menschen krank. Diese Begegnung ist eigentlich gar nicht vorgesehen in unserer Gesellschaft. Das macht die Menschen krank. Die hier vorgesehene Beziehungsform ist die des »Ich-Es«.

Wenn man das überlegt, wird klar, dass wirkliche Heilung mehr braucht als eine heilsame Therapie. Sie braucht eine gesunde Gesellschaft, in der heilende Begegnungen vorgesehen und gewollt sind.

Gesellschaft sollte so konstituiert sein, dass direkte Begegnungen von Menschen möglich sind. Also sind kleine gesellschaftliche Einheiten erforderlich, in denen Menschen im Dialog mit den anderen – ihnen persönlich bekannten – Menschen ihr Zusammenleben gestalten können. Eine wirkliche föderalistische Gesellschaftsstruktur, wo die kleinen Einheiten sich freiwillig zu größeren Einheiten zusammenschließen, um ihr Zusammenleben gemeinsam zu gestalten: »Ein Bund von Bünden von Bünden«. Und so schließlich die gesamte Menschheit. Staat soll es dann nicht mehr geben, es sei denn – so Buber –, nur um diese Organisationsweise von Zusammenschlüssen zu unterstützen.

Veränderungen der Gesellschaft brauchen auch eine (öffentliche) gesellschaftliche Stellungnahme und ein gesellschaftliches Engagement. Therapie ist politisch. Doch politische Arbeit ist mehr als Therapie: Gestalttherapie will fähig machen zu selbstbestimmtem Leben. Deshalb muss Gestalttherapie die Klienten auch politikfähig machen. In der ­Lage, ihre Belange in der polis zu ­regeln.

Gary Yontef: »In der gestalttherapeutischen Literatur wird bei der Darstellung von Kontakt nicht hinreichend deutlich gemacht, dass für eine erfolgreiche therapeutische Arbeit diese spezielle Art der Beziehung erforderlich ist, wie sie von Buber beschrieben wird. ›Ich und Du‹ ist als eine besondere, wechselseitige zwischenmenschliche Begegnung vielleicht die höchst entwickelte Form des Kontakts (Jacobs 1978). Durch das Medium der Beziehung steigert sich die Awareness, und der Patient kann wieder wachsen.

Das Ich gewinnt Kontur als Teil einer ›Ich-Du-Einheit‹ oder einer ›Ich-Es-­Einheit‹. Das Ich in einer Ich-Es-Beziehung sagt ›er‹, ›sie‹ oder ›es‹. Die andere Person wird nicht direkt angesprochen als Person. Die Ich-Du-Haltung gibt zu ­er­ken­nen, dass der andere die volle Achtung besitzt und nicht etwa als ein Mittel zu irgendeinem Zweck behandelt wird. Ein Mensch kann einen anderen einseitig aus ­einer Ich-Du-Haltung behandeln, wenn auch die höchste Form des Ich-Du in der Gegenseitigkeit liegt, in der jeder ›Du‹ sagt. Dieses Du wird mein Ge­genpart und meine Ergänzung, wodurch es mich befähigt, mich ganz zu erleben. In der Gestalttherapie sind unsere Beziehungen durch eine zunächst einseitige Ich-Du-Haltung geprägt, und wir hoffen, dass sich damit ein vollständiges und wechselseitiges Du entwickelt.

Störungen der Ich-Du-Beziehung sind gleichzusetzen mit Kontaktverlust. In der Isolierung gibt es kein ›Ich-Du‹, nur das Ich antwortet auf sich selbst. In der Konfluenz verliert sich das Ich im Du oder das Du im Ich, weil das Bedürfnis nach Gleichheit jedes Erkennen von Unterschieden ausschließt.

In einer ›Ich-Es‹-Beziehung bezieht man sich auf den anderen in Form des ­Objektes und unterwirft ihn der Manipulation. Der andere wird als Gegenüber zu einem bestimmten Zweck angesprochen. Der spezifisch menschliche und personale Aspekt bleibt ausgeschlossen.

Eine Person mit der Haltung des ›Ich-Du‹ kann eine andere Person ansprechen (Ich-Du), ohne sie als ein zu manipulierendes Objekt (Ich-Es) zu behandeln, und doch kann das Ich-Du noch nicht vollständig sein, d.h. ein wechselseitiges Ich und Du hat sich noch nicht entwickelt. Entweder hat der andere nicht genug Vertrauen, oder es besteht zwischen beiden trotz ihrer Ich-Du-Haltung nicht genügend Support für ein Du. Scheu und Angst vor der Begegnung müssen langsam im Patienten wegschmelzen.

Humanistische Therapeuten verschiedener Ansätze gestalten ihre Beziehungen oft mit einer Mischung aus einer Ich-Es- und einer Ich-Du-Haltung, zuweilen in der Überzeugung, es seien konsequente Ich-Du-Beziehungen. Manchmal behandeln Therapeuten ihre Patienten mit einer Ich-Du-Haltung, sind sich aber nicht im Klaren darüber, dass das ­Beziehungs-Ereignis des ›Du‹ noch nicht eingetreten ist.

Verschiedene Haltungen in Bezug auf die therapeutische Beziehung erfordern ­eine unterschiedliche Theorie der Bewusstheit und eine unterschiedliche Methode. Ein Psychoanalytiker wird davon ausgehen, dass der nicht analysierte Patient sich seiner Motivation nicht bewusst sei, und weil sie ihm nicht verfügbar sei, könne er sich nicht selbst regulieren; seine Unfähigkeit, die beste Wahl zu treffen, mache ihn also angewiesen auf Lenkung durch Interpretation. Eine solche Einstellung vergegenständlicht den Patienten als ein Es (Objekt). Der Therapeut wird dadurch notwendigerweise zu einer übergeordneten, wohlwollenden Au­toritätsfigur. Folgerichtig besteht die Behandlung im Hervorrufen der Übertragungsneurose und ihrer Auf­lösung. Die dieser Beziehungshaltung entsprechende Technik, die Interpretation, geht vom psychischen Determinismus aus, der die sich aufschließenden Möglichkeiten der Begegnung ausschaltet.

Selbst der teilnehmende, empathische Psychoanalytiker, der den Gegenwarts­aspekt der Übertragung erkennt, entwickelt andere Beziehungen als jemand, für den eine phänomenologische und/oder existentielle Haltung ausschlaggebend ist. Hier nämlich wird das, was der Patient weiß, mit größerem Respekt behandelt. Die Folgerungen und Intuitionen des Therapeuten werden konsequent als die seinigen bezeichnet, und Patient und Therapeut suchen zu ermitteln, ob es eine Übereinstimmung gibt zwischen den Angeboten des Therapeuten und dem, was der Patient in sich selbst erlebt.

›Es‹-Beziehungen sind vertikal, ›Du‹-Beziehungen sind horizontal. Ein Psychotherapeut oder Körpertherapeut, der meint, er wisse am besten, wie expressiv oder offen ein Patient sein müsse oder wie der Körper eigentlich aussehen sollte, oder der die Auffassung hat, es gebe eine Technik oder einen Kunstgriff, den der Patient unbedingt benutzen müsse, oder der am Ende glaubt, die Anregungen des Therapeuten sollten als strikte Anweisungen betrachtet werden, – ein solcher Therapeut behandelt den Patienten ebenfalls als Objekt.

Gestalttherapeuten, die ihr Charisma oder Gestalttechniken benutzen, um schnelle Änderungen bei dem Patienten zu erreichen, die nicht im Dialog und in der Awareness und dem Selbst-Support des Patienten gegründet sind, geben ein weiteres Beispiel einer vertikalen Behandlung, von oben nach unten, und nähren damit eher ihr eigenes Ich als die Kompetenz der Patienten.

Der Patient erlebt vielleicht zeitweilig ein Hoch, aber er lernt nicht ­begreifen, was er tut, wie er es tut und wie er sein Wachstum fördern kann« (Gary Yontef, Gestalttherapie als dialogische Methode, 1983, in: Doubrawa/Staemmler [Hg.], Heilende Beziehung, S. 33ff).

Frank-M. Staemmler: »Martin Buber hebt in seiner philosophischen Anthropologie hervor, dass alle Menschen in einem wichtigen Punkt gleich sind: Sie sind einzigartig. Er meint damit keine Besonderheit, die jemandem einen größeren oder geringeren Wert zuschreiben würde, sondern die in jedem Menschen anzutreffende Einmaligkeit seines persönlichen Wesens. Kein Mensch ist wie der andere, jeder ist anders.

Wenn man das ernst nimmt, muss man gegenüber jeder Person damit rechnen, in ihr etwas Neuartiges kennenlernen zu können, etwas, das sie von jedem anderen Menschen unterscheidet. Jeder Klient und jede Klientin, der/die zu mir kommt, ist anders als alle anderen, mit denen ich früher schon zu tun hatte. Es wäre von daher merkwürdig, wenn ich schon nach kurzer Zeit sicher zu wissen meinen würde, mit wem ich es zu tun habe.

Die unumgängliche Unsicherheit, die ich in der Begegnung empfinde, kann, wenn ich sie kultiviere, zur Neugierde werden, mit der ich jedem Menschen gegen-übertrete, um herauszufinden, inwiefern er einmalig und anders als alle anderen ist.

Das geht natürlich nur, wenn ich von vornherein bereit bin, in dieser Person ihre Einzigartigkeit zu suchen und nicht die tausendste Verkörperung einer bestimmten diagnostischen Kategorie. Die Zurückweisung vorgeformter Kategorien ist eine notwendige Voraussetzung dafür, einen Menschen in seiner Einmaligkeit zu erfassen. Die Unsicherheit, die es in mir hervorrufen mag, mich immer wieder auf etwas Neues einzulassen, kann aber in ihrer kultivierten Form als vorbeugendes Hilfsmittel gegen professionelle Langeweile und Routine wirken und mich darin unterstützen, in meiner Arbeit lebendig zu bleiben.

Wenn ich mich auf neue Begegnungen einlasse, verzichte ich auf die Haltung eines quasi-objektiven Beobachters, der aus der Zurückgezogenheit eines von konventionellen diagnostischen Begriffen geprägten Blickwinkels sein Gegenüber einschätzt und einordnet. Ich begebe mich auf die Ebene des unmittelbaren, persön­lichen Kontakts, in dem die Subjektivität sowohl der KlientInnen als auch meine eigene zur entscheidenden Dimension werden. Ich gebe dabei die Sicherheit auf, die mir ein Subjekt-Objekt-Verhältnis ge­gen­über meinen KlientInnen geben kann. Jeder Versuch, meine Subjektivität auszuschalten, würde aber bedeuten, mein eigenes, immer subjektives Menschsein auszuschalten und meinen KlientInnen damit jenes menschliche Gegenüber vorzuenthalten, an dem sie wachsen können.

Die mit meiner Subjektivität verbundene Unsicherheit kann, so betrachtet, zu einem Gewinn an Menschlichkeit werden« (Frank-M. Staemmler, Kultivierte Unsicherheit, 1995, in: Erhard Doubrawa und Frank-M. Staemmler [Hg.], Heilende Beziehung, S. 148).

Literatur: Buber, Martin, Der heimliche Führer, in: Die Arbeit, ­Organ der Zionistischen Volks­sozialistischen Partei, Hapoel-Hazair 2/1920; ders., Hinweise, Zürich 1953; ders., Werke I, München/Heidelberg 1962; ders., Autobiographische Fragmente, in: Schlipp, P.A., und Friedman, M. (Hg.): Martin Buber, Stuttgart 1963; ders., Das Problem des Menschen (1938), Heidelberg 1982; ders., Pfade in Utopia, Heidelberg 1950; ders., Der Jude und sein Judentum (1963), Heidelberg 1985; Hycner, Rich, Die Ich-Du-Beziehung, Martin Buber und die Gestalttherapie, in: Doubrawa/ Staemmler (Hg.), Heilende Beziehung, Wuppertal 2003; Landauer, Gustav, Aufruf zum Sozialismus (1911), Wetzlar (1978); Muth, Cornelia, Zum Hintergrund von Martin Bubers Ich & Du, in: Gestaltkritik 2/2004; Petzold, ­Hilarion, Die Gestalttherapie von Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman, in: Integrative Therapie, 1-2/1984, 5-72; Portele, Heik, Martin Buber für ­Gestalttherapeuten, in: Doubrawa/ Staemm­ler (Hg.), Heilende Beziehung, Wuppertal 2003.

Siehe auch: Anarchismus

© Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa, Lexikon der Gestalttherapie, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2005

 

horizontal rule

Bitte beachten Sie auch die folgenden Links zur Gestalttherapie:
bulletGestaltkritik. Die Zeitschrift für Gestalttherapie (alle Beiträge in voller Länge online)
bulletEdition GIK. Bücher zur Gestalttherapie (umfangreiche Leseproben online)
bulletGestalttherapie-Institut Köln / GIK Bildungswerkstatt (Gestalttherapie: Workshops, Gruppen, Aus- und Weiterbildung, Bildungsurlaub, Beratung, Supervision, ...)

Gestalttherapie - Praxisadressen und Informationen

Logo: Gestaltkritik. Die Zeitschrift für Gestalttherapie

Gestaltkritik
Die Zeitschrift für Gestalttherapie

Gestaltkritik online: ISSN 1615-1712

 

Ausgabe 2 / 2007

 
bullet Geleitwort des Herausgebers der "Gestaltkritik"
 
bullet Bernd Bocian: Fritz Perls in Berlin 1893 - 1933 (Buchvorstellung)
 
bullet Bernd Bocian: Fritz Perls' Erfahrungen als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg
 
bullet Hunter Beaumont: Gestalttherapie ist mehr als Fritz Perls
 
bullet Daniel Rosenblatt: Radio-Interview 2007
 
bullet Daniel Rosenblatt: Gestalttherapie und Homosexualität
 
bullet Erving Polster: Interview 2006
 
bullet Erving Polster: Kommunale Encounterarbeit
 
bullet Der erste Test auf der Grundlage der Gestalttherapie: Der "Gestalttypen-Indikator GTI" (Hier können Sie den GTI kennenlernen und selbst ausprobieren!)

Aus dem Archiv der Gestaltkritik

Unter diesem Link können Sie die zahlreichen Online-Artikel der Zeitschrift "Gestaltkritik" nach Stichworten durchsuchen.

bullet Hans-Peter Arnold: Strategieentwicklung mit dem Gestaltansatz (Interview)
bullet Hans-Peter Arnold u.a.: Gestaltintegrierte Strategieentwicklung GIS. Den Gestaltansatz für Coaching-Prozesse verfügbar machen
bullet Hannelore Bauer: Wie die Seele im Körper wohnt: Körperprozesse in der gestalttherapeutischen Arbeit
bullet Hunter Beaumont: Die Erlösung der Väter
bullet Hunter Beaumont: Gestalttherapie und die Seele (Interview Teil I)
bullet Hunter Beaumont: Bert Hellingers Systemische Therapie und die Gestalttherapie (Interview Teil II)
bullet Hunter Beaumont: Trancephänomene in der Gestalttherapie
bullet Arnold Beisser: Gestalttherapie und das Paradox der Veränderung
bullet Arnold Beisser: Fritz Perls - Lehrer, Kollege, Freund
bullet Stefan Blankertz: Gestalttherapeutische Diagnostik in Beratung, Therapie und Coaching. Mit dem neuen "Gestalttypen-Indikator" (GTI)
bullet Stefan Blankertz: Goodman und Perls in eine Front
bullet Stefan Blankertz: Gibt es eine Gestaltpädagogik?
bullet Stefan Blankertz: Gestaltpädagogik, Schule und Freiheit
bullet Stefan Blankertz: Die Therapie der Gesellschaft
bullet Stefan Blankertz: Gestalttherapeut - Beruf oder Rolle
bullet Stefan Blankertz: Wie peinlich ist doch das Schöne. Ästhetisches Empfinden in der neurotischen Gesellschaft
bullet Stefan Blankertz: Wenn der Chef das Problem ist. Ein Ratgeber
bulletStefan Blankertz und Erhard Doubrawa: Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman: Die Begründer der Gestalttherapie
bullet Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa: Und ... was ist nun eigentlich Gestalttherapie. Ein Essay
bullet Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa: Gestalttherapeutische Intervention
bullet Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa: Jan Christiaan Smuts und der Holismus
bullet Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa: Das Lexikon der Gestalttherapie
bulletBernd Bocian: Die Suche nach Gefühlswahrheit: Fritz Perls' Theatererfahrungen
bullet Bernd Bocian: Der Gestaltgedanke. Fritz Perls in Frankfurt am Main  
bullet Werner Bock: Arnold Beisser und das Paradox der Veränderung in der Gestalttherapie
bullet Werner Bock: "Es ist was es ist, sagt die Liebe". Radiosendung über das Paradox der Veränderung
bullet Judith R. Brown: Zwei in einem Sieb. Märchen als Wegweiser für Paare
bullet George Dennison: Im Gespräch mit Rainer Winkel (Interview)
bullet George Dennison: Gestaltpädagogik in Aktion (Buchvorstellung)
bullet Anke u. Erhard Doubrawa, Hg.: Erzählte Geschichte der Gestalttherapie
bulletErhard Doubrawa: Wider die "therapeutische Inkontinenz" (Interview)
bulletErhard Doubrawa: Dirk - oder der Sog zu erniedrigen: Erzählte Gestalttherapie
bullet Erhard Doubrawa: Die gestalttherapeutische Intervention. Ein Werkstattbericht
bullet Erhard Doubrawa: Der männliche Therapeut. Ein Werkstattbericht
bullet Erhard Doubrawa: Männer in Therapie
bullet Erhard Doubrawa: Die Politik des Ich-Du. Der Anachrist Martin Buber
bullet Erhard Doubrawa: Die Seele berühren. Erzählte Gestalttherapie
bullet Erhard Doubrawa: Zwei Paare. Erzählte Gestalttherapie
bullet Erhard Doubrawa / Stefan Blankertz: Einladung zur Gestalttherapie
bullet Frank Farrelly u.a.: Provokative Therapie I: Die Waffen des Wahnsinns
bullet Frank Farrelly u.a.: Provokative Therapie II: Der Kodex der Chronizität
bullet Maria Flaig / Bernadette Valentin-Mousli: Gestalttherapie und Feminismus
bullet Isadore From: Ärgerlich warf ich mit dem Aschenbecher nach Fritz Perls (Interview)
bullet Isadore From: Träume: Kontakt und Kontaktgrenzen (Interview)
bullet Paul Goodman: Gedanken eines Steinzeitkonservativen (Interview mit dem Mitbegründer der Gestalttherapie)
bullet Susan Goodman: Zwischen Männern. Gestalttherapie mit Homosexualität (Buchbesprechung)
bullet Robert L. Harman: Werkstattgespräche Gestalttherapie. Mit Gestalttherapeuten im Gespräch
bullet Heini Herzig: Gestalttherapie im Internet
bullet Rich Hycner: Die Ich-Du-Beziehung. Martin Buber und die Gestalttherapie
bullet Rich Hycner: Die dialogische Dimension der Gestalttherapie (Gespräch mit Erving und Miriam Polster)
bullet Terry Knapp: Ralph F. Hefferline. Der unbekannte Gestalttherapeut
bullet Detlev Kranz: Barry Stevens. Gestalttherapie, Bewußtheit u. Körper
bullet Detlev Kranz: Barry Stevens begegnen
bullet Detlev Kranz: Schwarze Psychosomatik
bullet Detlev Kranz: Der Körper als Brennpunkt
bullet Victor Levant: Ich bin ein Gestalttherapeut
bullet Helga G. Matzko: Ein gestalttherapeutischer Behandlungsentwurf für Suchterkrankungen
bullet Meister Eckhart für Gestalttherapeuten (Buchvorstellung)
bullet Evelyn Mennenöh: Die Kraft der Erinnerung. Eine Predigt
bullet Michael V. Miller: Unser Verhältnis zur Welt gestalten und verwandeln: Über Kunstwerke und Symptome
bullet Michael V. Miller: Die Ästhetik des Commitments. Was wir von Cezanne und Miles Davis lernen können
bullet Michael Vincent Miller: Gestalttherapie in Aktion
bullet Michael Vincent Miller: Zu Paul Goodmans psychologischen Essays
bullet Michael Vincent Miller: Isadore From - ein Nachruf
bullet Cornelia Muth: Zum Hintergrund von Martin Bubers Ich&Du
bullet Cornelia Muth: Gemeinschaft als das echte Dritte
bullet Cornelia Muth: Wie kommt das Du in das Kind?
bullet Cornelia Muth: Nicht für die Theorie, sondern für DAS LEBEN ERKENNEN wir
bullet Cornelia Muth: Dialogische Pädagogik. Oder: Der Gestaltansatz im pädagogischen Feld
bullet Malcolm Parlett: Gestalttherapie: Im eigenen Leben präsent sein
bullet Fritz Perls: Was ist Gestalttherapie?
bullet Fritz Perls: Autobiographische Stichworte
bullet Fritz Perls: Gestalttherapie. Vorträge und Demonstrationen aus Esalen
bullet Laura Perls: Der Therapeut ist ein Künstler (Interview)
bullet Laura Perls: Ein Trialog (Interview mit der Mitbegründerin der Gestalttherapie)
bullet Laura Perls: Aus dem Schatten treten (Interview)
bullet Laura Perls (1905-1990), Erinnerungen an die Mitbegründerin der Gestalttherapie
bullet Laura Perls / Daniel Rosenblatt: Der Weg zur Gestalttherapie
bullet Stephen Perls: Meine Eltern, die Gestalttherapeuten
bullet Erving und Miriam Polster: Das Herz der Gestalttherapie (Interview)
bullet Erving und Miriam Polster: Gestalttherapie. Theorie und Praxis
bullet Erving und Miriam Polster: Das Herz der Gestalttherapie (Buch)
bullet Erving und Miriam Polster: Gestalttherapie - Therapie ohne Widerstand
bullet Erving und Miriam Polster: Die dialogische Dimension der Gestalttherapie (Interview)
bullet Erving Polster: Die Verwandlung des Gewöhnlichen in das Bemerkenswerte (Interview)
bullet Erving Polster: Die therapeutische Kraft der Aufmerksamkeit
bullet Erving Polster: Sinnliche Wahrnehmung in der Psychotherapie
bullet Erving Polster: Was macht Psychotherapie erfolgreich?
bullet Erving Polster: Technik und Erfahrung in der Gestalttherapie
bullet Erving Polster: Neure Entwicklungen in der Gestalttherapie (1967)
bullet Miriam Polster: Die Sprache der Erfahrung
bullet Miriam Polster: Was es wert ist, getan zu werden (Interview)
bullet Miriam Polster: Jenseit der Einzeltherapie
bullet Miriam Polster: Was gibt's Neues in der Gestalttherapie?
bullet Miriam Polster: Das Jahr der Frau
bullet Daniel Rosenblatt: Eine Gestaltgruppe mit schwulen Männern (Teil 1)
bullet Daniel Rosenblatt: Eine Gestaltgruppe mit schwulen Männern (Teil 2)
bullet Daniel Rosenblatt: Schattenarbeit - Aus der Praxis der Gestalttherapie (Teil 1)
bullet Daniel Rosenblatt: Schattenarbeit - Aus der Praxis der Gestalttherapie (Teil 2)
bullet Daniel Rosenblatt: Gestalttherapie und Homosexualität
bullet Daniel Rosenblatt: Gestalttherapie mit AIDS-Patienten
bullet Daniel Rosenblatt: Gegen Neo-Gestalt - Kritische Reflexion heutiger Gestalttherapie
bullet Daniel Rosenblatt: Erinnerungen an den Gestalttherapeuten Isadore From
bullet Daniel Rosenblatt, Erhard Doubrawa und Stefan Blankertz: Gestalt Basics. Zwei Einführungen in die Gestalttherapie in einem Band
bullet Kristine Schneider: Gong und Gestalttherapie
bullet Kristine Schneider: Irrwege der kreativen Anpassung
bullet Kristine Schneider: Selbstboykott und persönliches Wachstum
bullet Kristine Schneider: Erinnerungen an Laura Perls, die Mitbegründerin der Gestalttherapie
bullet Kristine Schneider: Willkommen Widerstand. Ein Konzept und sein Verständnis in der Gestalttherapie
bullet Heidi Schoeller: Ästhetik und Anmut in der gestalttherapeutischen Arbeit
bullet Heidi Schoeller: Die gestalttherapeutische Haltung und die Begegnung mit dem Bösen
bullet Heidi Schoeller: Mut zu dem, was ist. Ein Werkstattbericht
bullet Heidi Schoeller: Vom Vertrauen in den therapeutischen Prozess
bullet Heidi Schoeller: Eine kleine Reise in die Gleichzeitigkeit
bullet Stephen Schoen: Die Nähe zum Tod macht großzügig. Ein Therapeut als Helfer im Hospiz (Buchvorstellung)
bullet Stephen Schoen: Ent-bindung. Das spirituelle Vermächtnis von Erving und Miriam Polster
bullet Stephen Schoen: Gestalttherapie - Ein Credo in zwei Teilen
bullet Stephen Schoen: Der Vogel singt wieder. Ein Beitrag zu Gestalttherapie und Spiritualität
bullet Stephen Schoen: Greenacres. Ein Therapieroman
bullet Stephen Schoen: Psychotherapie als heiliger Grund
bullet Stephen Schoen: Gestalttherapie und buddhistische Nicht-Anbindung. Ein Vortrag
bullet Elliott Shapiro: Gestalttherapie und Gesellschaft (Interview) 
bullet James S. Simkin: Solange, der Therapeut weiß, was er tut (Interview)
bullet Susan Sontag: Über Paul Goodman. Ein Essay
bullet Inga Schumann-Sorge: Weibliche Gestalttherapie
bullet Frank-M. Staemmler: Entdeckungen. Was man in einer Gestalttherapie lernen kann
bullet Frank-M. Staemmler: Zur gestalttherapeutischen Haltung
bulletFrank-M. Steammler u.a.: Gestalt-Kritik in der Praxis. Forschungsprojekt
bullet Frank-M. Staemmler: Zum Verständnis regressiver Prozesse in der Gestalttherapie
bullet Katharina Stahlmann: Gestalttherapie und Anarchie
bullet Steuertipp für Gestalttherapeuten: Zur Umsatzsteuerproblematik
bullet Barry Stevens: Don't push the river. Gestalttherapie an ihren Wurzeln
bullet Barry Stevens: Wie der Kreislauf des Blutes. Gestalt-Körperarbeit
bullet Barry Stevens: Gewahrsein als Grundlage der Gestalttherapeutischen Haltung
bullet Barry Stevens und Carl R. Rogers: Von Mensch zu Mensch. Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen
bullet Shanti R. Strauch: Die Entfaltung des liebenden Klarblicks
bullet Bärbel Wardetzki: Bulimie - der Hunger nach Anerkennung
bullet Bärbel Wardetzki: Iß doch endlich mal normal! Bulimie und ihre Therapie
bullet Bärbel Wardetzki: Kränkungen - verletzte Gefühle
bullet Bärbel Wardetzki: Kränkungen am Arbeitsplatz
bulletGordon Wheeler: Jenseits des Individualismus: Für ein neues Verständnis von Selbst, Beziehung und Erfahrung (Buchvorstellung)
bullet Gary Yontef: Zum Aspekt der Beziehung in Theorie und Praxis der Gestalttherapie
bullet Gary Yontef: Beziehungen u. Selbstwertgefühl in der Gestalt-Ausbildung (Teil I)
bullet Gary Yontef: Beziehungen u. Selbstwertgefühl in der Gestalt-Ausbildung (Teil II)
bullet Joseph C. Zinker: Gestalttherapie - Entwicklung phänomenologischer Sinnesschärfe (Interview)

horizontal rule

Logo: GIK Gestalttherapie Institut Köln


Bücher zur Gestalttherapie

Edition des Gestalt-Instituts Köln / GIK Bildungswerkstatt

Wir liefern sie Ihnen gerne auf Rechung - natürlich versandkostenfrei!

Neuerscheinungen:

bulletBernd Bocian: Fritz Perls in Berlin 1893 - 1933. Expressionismus - Psychoanalyse - Judentum
bulletCornelia Muth: Heilende Chassidische Geschichten. Martin Buber für Gestalttherapeutinnen und Gestalttherapeuten (Herbst 2007)
bulletDaniel Rosenblatt: Gestalttherapie für alle Fälle (Herbst 2007)

Einführungen:

bulletErhard Doubrawa / Stefan Blankertz: Einladung zur Gestalttherapie. Eine leicht verständliche Einführung in die Gestalttherapie
bulletErhard Doubrawa: Die Seele berühren. Erzählte Gestalttherapie

Klassiker:

bulletFrederick S. Perls: Was ist Gestalttherapie? Hrsg. von Anke u. Erhard Doubrawa
bulletLaura Perls: Meine Wildnis ist die Seele des Anderen. Der Weg zur Gestalttherapie
bulletErving und Miriam Polster: Gestalttherapie. Theorie und Praxis der integrativen Gestalttherapie
bulletErving und Miriam Polster: Das Herz der Gestalttherapie. Beiträge aus vier Jahrzehnten
bulletBarry Stevens: Don't push the river. Gestalttherapie an ihren Wurzeln
bulletBarry Stevens/Carl R. Roger: Von Mensch zu Mensch. Möglichkeiten, sich und anderen zu begegnen
bulletGeorge Dennison: Gestaltpädagogik in Aktion. Ein Praxisbericht
bulletJames S. Simkin: Gestalttherapie. Minilektionen für Einzelne und Gruppen
bulletAnke und Erhard Doubrawa (Hrsg.): Erzählte Geschichte der Gestalttherapie. Gespräche mit Gestalttherapeuten der ersten Stunde

Unsere Gestalt-Bibliothek:

bulletArnold R. Beisser: Wozu brauche ich Flügel? Ein Gestalttherapeut betrachtet sein Leben als Gelähmter
bulletJudith R. Brown: Zwei in einem Sieb. Märchen als Wegweiser für Paare
bulletStephen Schoen: Wenn Sonne und Mond Zweifel hätten. Gestalttherapie als spirituelle Suche
bulletStephen Schoen: Die Nähe zum Tod macht großzügig. Ein Therapeut als Helfer im Hospiz
bulletStephen Schoen: Greenacres. Ein Therapieroman
bulletDaniel Rosenblatt: Zwischen Männern. Gestalttherapie und Homosexualtität
bulletDaniel Rosenblatt / Erhard Doubrawa / Stefan Blankertz: Gestalt Basics. Zwei Einführungen in die Gestalttherapie in einem Band
bulletStefan Blankertz: Die Therapie der Gesellschaft. Perspektiven zur Jahrtausendwende

Arbeitsbücher:

bulletStefan Blankert und Erhard Doubrawa: Lexikon der Gestalttherapie
bulletStefan Blankertz: Gestalt Begreifen. Ein Arbeitsbuch zur Gestalttherapie-Theorie
bulletStefan Blankertz: Wenn der Chef das Problem ist. Ein Ratgeber
bulletRobert L. Harman (Hrsg.): Werkstattgespräche Gestalttherapie. Mit Gestalttherapeuten im Gespräch
bulletErhard Doubrawa / Frank-M. Staemmler: Heilende Beziehung. Dialogische Gestalttherapie
bulletFrank-M Staemmler / Werner Bock: Ganzheitliche Veränderung in der Gestalttherapie
bulletGordon Wheeler: Jenseits des Individualismus. Für ein neues Verständnis von Selbst, Beziehung und Erfahrung
bulletGordon Wheeler / Stephanie Backman: Gestalttherapie mit Paaren

Heilende Texte:

bulletMeister Eckhart: Heilende Texte (Kommentiert auf dem Hintergrund der Gestalttherapie)

horizontal rule

Logo: GIK Gestalttherapie Institut Köln

Gestalttherapie Institut Köln - GIK Bildungswerkstatt

Gestalttherapie - Training - Publikation
Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung
Rurstr. 9 / Eingang Heimbacher Str.
D-50937 Köln (Nähe Uniklinik)
Tel. 0221 - 416163 (di.mi.do. 13.oo - 15.oo Uhr), Fax. 0221 - 447652

gik-gestalttherapie@gmx.de

Gestalttherapie
Aus- und Weiterbildungen, Gruppen, Workshops und Bildungsurlaub für Menschen, die sich persönlich und professionell weiterentwickeln wollen

Beratung
in allen Fragen der Gestalttherapie (Einzel, Paar, Supervision, Coaching etc.)
Neu: Gestalt-Ambulanz

"Gestaltkritik"
die Gestalttherapie-Zeitschrift mit Programm

Bücher zur Gestalttherapie
für interessierte "Einsteiger" ebenso, wie Lehrbücher für professionelle "Aufsteiger"


Pleasevisit our home page in English language.


Gerne senden wir Ihnen die neue Ausgabe unserer Zeitschrift "Gestaltkritik" (mit Programm und weiteren Informationen):

gik-gestalttherapie@gmx.de

 

horizontal rule

 

Lexikon der Gestalttherapie (Cover) Lexikon der Gestalttherapie
Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa

Das »Lexikon der Gestalttherapie« beschreibt in übersichtlicher und leicht zugänglicher Form die gestalttherapeutischen Fachbegriffe (u.a. Aggression, Deflektion, Introjektion, Konfluenz, Kontakt, Projektion, Retroflektion, Selbst).

Es stellt die Ideen und das Leben der Begründer (Fritz Perls, Laura Perls und Paul Goodman) sowie die Weiterentwicklung der Gestalttherapie bis heute dar. Außerdem beleuchtet es die vielfältigen Wurzeln der Gestalttherapie wie Gestaltpsychologie, Psychoanalyse, Phänomenologie, Existentialismus, Holismus, Sigmund Freud, Wilhelm Reich, Martin Buber usw.

Dieses Lexikon ist die erste lexikalisch-systematische Aufarbeitung der Gestalttherapie und ein unverzichtbares Hilfsmittel für jeden, der sich mit den Erkenntnissen dieses Therapieansatzes beschäftigen möchte.

Gestalt-Institut Köln / GIK Bildungswerkstatt, 2005

347 Seiten, Paperback, Format: A5, 19.90 Euro

Wir senden Ihnen dieses Buch gerne auf Rechnung - natürlich versandkostenfrei!

Bestellanschrift: gik-gestalttherapie@gmx.de

horizontal rule